Wenn das Smartphone fällt: Die „Spiderapp“ und was man dagegen tun kann

Viele sind leidtragende der Spiderapp (Quelle: Bigstock-ID-74900578-by-Inked Pixels)Foto ©Bigstock

Manchmal haben Smartphone-Besitzer das Gefühl, dass ihre Handys jetzt schneller kaputt gehen als früher. Man stellt heute höhere Ansprüche an ein Smartphone: Es ist immer in Benutzung und begleitet seinen Besitzer oftmals den ganzen Tag, in den verschiedensten Situationen. Smartphones bestehen oft aus besonders hochwertigen Materialien, während Handys von früher oft hauptsächlich aus Plastik waren. Trotzdem kann ein Sturz für ein neuen Handy das Aus bedeuten. Woran liegt das, was kann man dagegen tun, und was hat die berühmt-berüchtige „Spiderapp“ damit zu tun?

Was bedeutet „Spiderapp“?

Vor allem ein Vorfall ist gefürchtet: Die „Spiderapp„. So nennt man es scherzhaft, wenn das Displayglas eines Smartphones splittert. In den meisten Fällen ist es hierbei die Glasabdeckung, also die oberste Schicht des Displays, die kaputt geht. Dies geschieht meistens strahlenförmig von einem Punkt aus, so dass es aussieht wie ein Spinnennetz. Meisten splittert die dabei die Oberfläche des Displays. Durch die spezielle Qualität moderner Displays, ist es dann meist nicht mehr möglich, das Handy normal zu benutzen. Je nachdem, wie viele Schichten des Displays beschädigt sind, kann sich der Schaden auch auf andere Bauteile auswirken, die zum Teil direkt unter dem Display sitzen. Um zu verstehen, warum ein gesplittertes Display problematisch ist, muss man verstehen, wie ein Handy konstruiert ist: Das Display zum Beispiel besteht aus verschiedenen Schichten, die miteinander fest verklebt sind. Dieses ist wiederum in einen meist sehr starren Rahmen eingebaut – zum Beispiel aus Aluminium – und ist mit verschiedenen Kabeln mit der Innenseite, wo sich die Chips befinden, verbunden. Das Display ist das „Herzstück“ der modernen Smartphones, denn alles passiert mittels Berührungen. Ist das Display beschädigt, lässt sich auf die zentralen Funktionen – Nachrichten, Fotos, Einstellungen – nicht mehr zugreifen und das Smartphone wird praktisch unbenutzbar.

Was ist der Grund für die „Spiderapp“?

Die häufigsten Ursachen für Beschädigungen am Smartphone lassen sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

  • Fälle & Stürze
  • Feuchtigkeit
  • Druck

Also sind es oft ganz alltägliche Vorkommnisse, die zu einer „Spiderapp“ führen können: Das Handy rutscht aus der Tasche, es steckt in der Hosentasche und man setzt sich aus Versehen drauf, oder es ist ungewohnten Bedingungen ausgesetzt, zum Beispiel bei der Arbeit auf einer Baustelle.

Was passiert, wenn das Smartphone splittert

In einem modernen Smartphone ist alles fest miteinander verbunden, entweder durch winzige Schrauben oder durch Kleber. Dadurch, und durch die besonders widerstandsfähigen Materialien, wird das Handy aber zugleich relativ starr. Das heißt, wenn das Handy fällt, kann die Einwirkung des Aufpralls nicht abgefedert werden. So kann es passieren, dass das speziell gehärtete Glas splittert. Da das Glasdisplay aber aus verschiedenen Schichten besteht, die miteinander verklebt sind, fällt das Display nicht auseinander, sondern zeigt nur die typischen Risse, die wie Spinnenweben aussehen.

Welche Handys sind besonders anfällig?

Normalerweise gelten die Handys als anfällig für die „Spiderapp“, die entweder ein besonders großes Display haben oder aus besonders viel Glas und Aluminium bestehen. Diese Materialien sind aufgrund ihrer Starrheit zwar unanfällig gegen Kratzer, aber federn Stöße nicht besonders gut ab. Beim iPhone 6, zum Beispiel, wo Vorder- und Rückseite mit Glas gedeckt sind, ist die Gefahr der „Spiderapp“ gleich doppelt so groß wie bei Handys, bei denen nur auf einer Seite Glas verbaut ist. Auch das HTC ist aufgrund seiner sehr robusten Bauart mit viel Aluminium und Glas gefährdet, bei einem Sturz die „Spiderapp“ davonzutragen. Wer die „Spiderapp“ komplett vermeiden will, muss am besten komplett auf Smartphones verzichten. Denn bei alten Handys kamen diese nicht oder nur sehr selten vor, da die Displays anders konstruiert und viel kleiner waren. Zusätzlich verwendeten Hersteller damals meisten Kunststoff für die Konstruktion der Handys. Dies federt Stöße besser ab, da es sich verbiegen kann – sieht aber nicht genauso gut aus wie ein Smartphone aus Aluminium und Sicherheitsglas. Außerdem arbeiten auch moderne Hersteller daran, die Materialien, die sie verbauen, noch widerstandsfähiger zu machen. Hierzu gehört die Weiterentwicklung des Glases, das verbaut wird, und auch das Ausprobieren neuer Materialien. Gleichzeitig geht aber der Trend eher zum noch größeren Display – was natürlich die Gefahr von Rissen erhöht.

Wie kann man einer „Spiderapp“ vorbeugen?

Dazu braucht es nur eine Sache: Schutz. Das Einzige, was zuverlässig gegen die „Spiderapp“ hilft, sind Accessoires, die das Handy bei Stürzen oder Stößen abfedern. Cases und Schutzhüllen sind meist aus Silikon oder anderen Kunststoffen gefertigt, die optimal geeignet sind, um Stöße zu absorbieren. Je nachdem, wo das Smartphone zum Einsatz kommt, gibt es verschiedene Schutzhüllen, die den Ansprüchen der Benutzer entgegen kommen: Entweder Schutzhüllen, die das Handy komplett umschließen (und es so zum Beispiel auch gegen leichten Regen oder Staub schützen) oder bunte Schutzhüllen, die dem Handy einen ganz neuen Look verleihen.

Schutz auch schon für neue Smartphones

Erstaunlich scheint es manchmal, dass es auch schon für Smartphones Zubehör gibt, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Doch die Erklärung hierfür ist ganz einfach: Die Maße neuer Smartphones sind oft bereits vorher bekannt. Da neue Smartphones oftmals besonders begehrt sind und von den Fans sehnlichst erwartet werden, wollen Händler natürlich bereit sein. Und sorgen deshalb dafür, dass die richtigen Accessoires sofort bei Markteinführung verfügbar sind. Auch für neue Smartphones gibt es schon Schutz. Zum Beispiel transparente Schutzhüllen, unter anderem für das HTC One M9, oder vielleicht sogar schon für das nächste Samsung oder iPhone. So kann das neue Handy gleich von Anfang an geschützt sein. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn ein nagelneues Smartphone eine „Spiderapp“ davonträgt. Denn ohne den richtigen Schutz erhält man sie zwar absolut kostenlos – aber trotzdem kann es anschließend ganz schön teuer werden.

Bildquelle: Inked Pixels/Bigstock.com

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