T-Mobile USA: 15 Millionen Nutzerdaten geklaut

15 Millionen betroffene Kunden bei der Telekom USAFoto ©Bigstock

Es ist nicht das erste Mal, dass in den USA ein großer Datenklau stattgefunden hat. Bereits in der Vergangenheit waren große Firmen und sogar die US-Bundesverwaltung Hackerangriffen ausgesetzt. Das jüngste Opfer ist T-Mobile USA. Betroffen sind sensible Daten von über 15 Millionen Kunden des Unternehmens.
Welche Daten sind betroffen?
Betroffen sind die Datensätze mit Namen und Geburtdaten, Adressen, Führerscheindaten und sogar Reisepassnummern und Sozialversicherungsnummer. Obwohl diese Daten verschlüsselt waren, konnten sie geknackt werden. Nicht betroffen von diesem umfangreichen Datenklau sind Bank- und Kreditkartendaten. Betroffen sind solche Kunden, die einen Vertrag bei T-Mobile USA von September 2013 bis Mitte September diesen Jahres abgeschlossen haben. Bemerkt wurde der Hackerangriff Mitte September diesen Jahres.

T-Mobile trifft keine Schuld
T-Mobile trifft allerdings keine Schuld. Vielmehr ist Experian das Ziel des Hackerangriffs gewesen. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen, ähnlich das der Schufa, das die Kreditwürdigkeit der Kunden überprüft. Insgesamt hat T-Mobile 59 Millionen Kunden. Das Unternehmen bemüht sich um Schadensbegrenzung. Jeder der betroffenen Kunden darf zwei Jahre lang überprüfen lassen, ob seine Identität missbräuchlich im Internet genutzt wurde. Möglich wären zum Beispiel Bestellungen von Waren für andere Personen. Die Kosten hierfür trägt das Unternehmen als Wiedergutmachung.

Auch andere Unternehmen sind vom Datenklau betroffen
Immer wieder geraten Unternehmen ins Visier von Hackern. Laut Angaben der Telekom finden im Jahr rund eine Million Angriffe auf deren Rechner statt. Erst im Jahr 2014 konnten Hacker bei vielen Unternehmen die Daten von E-Mail Konten stehlen. Betroffen war nicht nur die Telekom, sondern auch Freenet und Web.de. Die Telekom, die deutsche Muttergesellschaft von T-Mobile, zeigte sich von dem Hackerangriff betroffen. Erst vor neun Jahren wurden 17 Millionen Kundendaten gestohlen. Schuld daran war ein schlechter Datenschutz. Seitdem gibt es bei dem Unternehmen einen eigenen Datenschutzvorstand, der einen besseren Schutz vor Datenklau aufbauen soll. Mittlerweile hat das Unternehmen einer der besten Cyber-Security-Abteilungen im europäischen Raum aufgebaut.

In den vergangen Jahren waren aber auch andere Firmen von Hackerangriffen betroffen. So traf es neben eBay und Sony auch die US-Bank JP Morgan, den Einzelhändler Target und den französischen Medienkonzern TV 5 Monde. Selbst der Deutsche Bundestag war das Ziel einer Attacke.

 

Bildquelle: Tupungato/Bigstock.com

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