Siemens

Würde man in Deutschland eine Umfrage machen, in der es um den bekanntesten Technologiekonzern der Bundesrepublik geht, so würde die große Mehrheit wohl mit Siemens antworten, denn das Unternehmen mit Stammsitz in Berlin und München steht wie kein anderes Unternehmen für deutsche High-Tech-Produkte und den dafür nötigen Entwicklergeist.

Siemens: Ein Blick in die Geschichte

Siemens in München

Siemens in München (Quelle: Rufus46)

Angefangen hat alles im Jahr 1847 mit dem Namensgeber Werner von Siemens, der gemeinsam mit Johann Georg Halske eine Telegraphen Bau-Anstalt in Berlin eröffnete. Telekommunikation gehört also schon seit diesen Tagen zu den Markenzeichen des Unternehmens. Das Unternehmen wuchs schnell und wurde um eine Maschinenfabrik erweitert. Rund um 1900 entstand an den Berliner Nonnenwiesen ein Neubau, der später unter der Bezeichnung Siemensstadt berühmt wurde. Während beider Weltkriege produzierte das Unternehmen Rüstungsgüter und wurde 1945 bei der „Schlacht um Berlin“ vollends ausgebombt. Die Firmenleitung ging nach dem Krieg für kurze Zeit in Kriegsgefangenschaft. Doch das Haus entging nicht nur der angedachten Zerschlagung, sondern schaffte auch den Neuanfang. Heute ist der Konzern einer der größten Technologie-Hersteller der Welt, der mehr als 400.000 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von mehr als 73 Milliarden Euro macht.

In diesen Bereichen ist Siemens aktiv

Das Unternehmen ist der Telekommunikation treu geblieben und behandelt diese heute im Geschäftsbereich „Infrastruktur und Städtebau“. Besonders die Geschäftstelefone haben es zu einiger Berühmtheit gebracht und gelten als eines der Markenzeichen des Unternehmens. Dieses ist ebenfalls in den Sparten Industrie, Medizintechnik sowie Energie tätig. Einige Produkte des Hauses sind dabei sogar weltweit führend. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Antriebselemente von Zügen sowie Schalttafeln in Kraftwerken. Weltweit wird kein Atomkraftwerk betrieben, das nicht wenigstens über eine Schalttafel von dem deutschen Mega-Konzern verfügt.

In der jüngeren Vergangenheit hatte dieser auch eine Mobilfunksparte, die jedoch stark defizitär war, obwohl sie im Jahr 2003 beispielsweise eines der beliebtesten Smartphones überhaupt bauen konnte. Der Mobilfunkbereich wurde deshalb an den taiwanesischen Hersteller BenQ verkauft, der sich an der Übernahme jedoch verhob und nur ein Jahr später Insolvenz anmelden musste. Pläne, eine neue Mobilfunksparte wieder mit ins Programm zu nehmen und einen Großbereich Telekommunikation zu gründen, werden immer wieder diskutiert, wurden bislang jedoch noch nicht konkret verfolgt.

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