LG G4 – Release – Fakten – Preise

LG G4 ©OnLeaks

Lange blieben technische Spezifikationen des G4 ein gut behütetes Geheimnis. Nun steht der LG G4 Release unmittelbar bevor. Die jetzt bekannt gewordenen Details geben Einblicke in die Stärken und Schwächen des neuen Flaggschiffs aus Südkorea.

Das Design

Bei der Gestaltung des Gehäuses bricht LG mit sämtlichen Konventionen. Während die Vorderseite vergleichsweise unauffällig anmutet, ist die Rückseite in Leder gehüllt. Das Design wurde im Zuge einer Panne öffentlich. Offenbar bereitete die Firma eine Webseite zur Präsentation des Gerätes vor, diese wurde versehentlich online gestellt. Zwar bemerkte die Firma den Lapsus rasch, doch die Fotos des Smartphones mit dem ungewöhnlichen Design geisterten bereits durchs Netz. Die Vorderseite gleicht optisch dem Vorgängermodell, bei genauer Betrachtung fällt jedoch die texturierte Oberfläche auf. Das Smartphone ist:

  • 75,3 Millimeter breit
  • 149,1 Millimeter hoch
  • 8,9 Millimeter dick

In der Branche entwickelt sich ein Trend zu Unibody-Gehäusen. Das erleichtert ein harmonisches Design macht es jedoch nahezu unmöglich den Akku ohne Fachwissen zu wechseln. An dieser Stelle geht LG einen Schritt auf die Kunden zu. Die Rückseite des Geräts ist abnehmbar, unter der Abdeckung befindet sich ein wechselbarer Akku mit einer Kapazität von 3000 Milliamperestunden(mAh). Daneben ist ein Steckplatz für SD-Karten zu finden, dadurch können Anwender den Speicher bequem erweitern.

Display

Die offizielle Vorstellung ist für den 28. April geplant, dennoch sind mittlerweile nahezu alle Hardwarespezifikationen an die Öffentlichkeit durchgesickert. Das Display trumpft mit einer QHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, die sich auf eine Fläche von 5,5 Zoll verteilen. Es kommt wahrscheinlich ein IPS-Quantum-Panel zum Einsatz, eine Technik, die für brillante und authentische Farben bekannt ist. Darüber hinaus preist der Hersteller die Energieeffizienz des Displays, eine verbesserte Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung wird ebenfalls versprochen. Der Touchsensor wird direkt ins Display eingebaut, daraus sollen optimierte Reaktionszeiten bei der Toucheingabe resultieren. Ob sich die Funktionen im Nutzeralltag widerspiegeln, kann erst nach dem LG G4 Release eindeutig geklärt werden. Der Farbraum des neuen LG Flaggschiffs beträgt 120 Prozent. Verglichen mit dem Vorgängermodell wird der Kontrast des Displays um 50 Prozent höher sein.

Technische Daten – CPU und GPU

Über den Prozessor gab es vorab rege Spekulationen. Zunächst schien ein Snapdragon 810 mit acht Rechenkernen wahrscheinlich. Zwischenzeitlich tauchten Gerüchte auf, LG entwickle einen eigenen Nuclun-Prozessor, ebenfalls ein Octacore. Der LG G4 Release dürfte viele Spekulanten eines besseren belehren. In einem GFXBench-Ergebnis taucht ein Sechskernprozessor aus dem Hause Qualcomm auf, der mit dem G4 in Verbindung gebracht wird. Der Grafikchip des Prozessors ist vom Typ Adreno 418. Die Kombination aus sechs Prozessorkernen und dem beschriebenen Grafikchip trifft auf lediglich einen Prozessor zu, den Qualcomm 808. Benchmarks gaben in der Vergangenheit meist zuverlässig Aufschluss über die Hardwarekomponenten unveröffentlichter Geräte. Der LG G4 Release dürfte keine Ausnahme sein. Die CPU basiert auf einer 64-Bit-Architektur. Einem Dual-Core Prozessor wird eine Quad-Core CPU zur Seite gestellt, woraus die sechs Rechenkerne resultieren. Die im Benchmark aufgetauchte Recheneinheit verfügte über eine Taktrate von 1,8 GHz. Ein Wert, der sich bis zum LG G4 Release noch ändern könnte, da die maximale Taktung durch die Leistungsfähigkeit der Kühlung beeinflusst wird. Abweichungen von 0,2 GHz sind in beide Richtungen vorstellbar. Dem Gerät stehen entweder 3 oder 4 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, darüber fehlen bislang verlässliche Informationen. Denkbar ist eine Kopplung des internen Speichers an die Größe des Arbeitsspeichers. Käufer der 32 GB Version bekämen demnach 3 Gigabyte RAM. Kunden, die sich für die teurere 64 GB Variante entscheiden, könnten sich über 4 Gigabyte freuen. Erst der LG G4 Release wird hier Klarheit schaffen.

Kamera

Im LG G 4 kommt eine Weitwinkelkamera zum Einsatz, die mit 16 Megapixeln auflöst. Ein Highlight ist die F1.8-Blende, welche die Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen verbessern soll. Nachtaufnahmen gehören zu den größten Schwächen von Smartphonekameras, auch viele Topmodelle haben in diesem Bereich Probleme. Eine weitere Neuerung ist der Farbspektrum-Sensor, er analysiert die Farben automatisch per Infrarot, woraus laut LG farbechtere Fotos resultieren. Nutzer des G4 haben die Möglichkeit die Verschlusszeit selbst einzustellen, eine Option die bisher klassischen Kameras vorbehalten war. Fotografen kommen dank zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten auf ihre Kosten. Das G4 erlaubt Einstellungen in den Bereichen Lichtempfindlichkeit des Sensors, Weißabgleich, Belichtung und Helligkeit. Mit welcher Geschwindigkeit der Auslöser reagiert, kann der Nutzer bestimmen. Normalerweise speichern Smartphones Fotos ausschließlich im Jpeg Format ab, beim LG G4 können Fotos im Raw Format abgespeichert werden. Wer mit dem Smartphone aufgenommene Fotos am PC bearbeiten möchte, zieht großen Nutzen aus dieser Funktion. Raw-Dateien sind im Urzustand belassene Dateien – bei Jpeg Dateien nimmt die Kamera eine automatische Bearbeitung vor. Das ist im Alltag praktisch, genügt aber nicht immer den Ansprüchen, die Fotografen an ein Bild stellen. Weitere Funktionen sind ein Laser-Autofokus, ein optischer Bildstabilisator sowie ein Dual-LED-Blitz.
Die Frontkamera löst mit üppigen 7 Megapixeln auf. LG legt einen Schwerpunkt auf die Kamera und geht mit innovativen Funktionen auf Distanz zur Konkurrenz. Wenn die Neuerungen gut umgesetzt werden, könnte dies viele Kunden positiv in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen.

Der Preis

Beim Betriebssystem gibt es keine Überraschungen. Das oben genannte Benchmark-Ergebnis weist auf Android 5.1 hin. Flaggschiffe werden in der Regel mit der neuesten Version des Betriebssystems ausgeliefert. Die Information dürfte folglich bis zum LG G4 Release bestand haben. Über eine mögliche Stifteingabe wurde im Vorfeld viel diskutiert. Zumal Konkurrent Samsung das Note mit einem Eingabestift ausliefert. Statt das G4 mit einem Eingabestift auszustatten, wird es ein Nachfolgemodell des G3 Stylus geben, ein Gerät, welches die meisten Technikblogger als Enttäuschung empfanden. Das G4 ist technisch auf dem neuesten Stand. Ein Kaufpreis von 599 Euro wie beim Vorgänger ist denkbar, ein höherer Kaufpreis ist jedoch nicht auszuschließen.

 

 

Bildquelle: ©OnLeaks

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