BenQ Mobile

Das Unternehmen BenQ (Bringing Enjoyment and Quality to Life) wurde 1984 im April gegründet. Bis ins Jahr 2001 trug die Firma zunächst den Namen Acer Peripherals und dann Acer Communications & Multimedia, weil es sich hierbei um ein Tochterunternehmen der Firma Multitech – später Acer – handelt.

BenQ bietet mobile Devices und TV-Panels (Bildquelle: Bildquelle-ID: 34484432 by violetkaipa)

BenQ bietet mobile Devices und TV-Panels (Bildquelle: Bildquelle-ID: 34484432 by violetkaipa)

Momentan beschäftigt das High-Tech-Produkte produzierende Unternehmen mehr als 2300 Mitarbeiter weltweit. Die im Jahre 2000 in Deutschland eröffnete Niederlassung in Hamburg wurde 2010 nach Oberhausen verlegt. Damit ist die Niederlassung näher an das europäische Hauptquartier in Eindhoven, Niederlande, gerückt. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 1,83 Mrd. US-Dollar. Produziert wird in Werken in Taiwan, China, Mexiko und Malaysia. Die der Produktion vorhergehende Forschung wird mit etwa 4 % der Einnahmen finanziert.

Über die Jahre haben sich diverse Unternehmen der BenQ-Gruppe angeschlossen. Hierzu gehören beispielsweise AU Optronics, Cando Corporation, Daxon Technology Inc., Darwin Precisions Ltd., Wellypower Co. Ltd. sowie Qisda Corporation.

Die Produktpalette umfasst diverse High-Tech-Geräte wie LCD-Fernseher und Videoprojektoren sowie diverse Geräte aus dem PC-Bereich wie Notebooks, Laufwerke, Brenner, Speichermedien, PC-Mäuse wie -tastaturen und Digitalkameras. Auch für die mobile Kommunikation oder die Breitbandtechnologie werden Lösungen angeboten. Nachdem von der Siemens AG die Mobile Devices übernommen und mit der eigenen Telekommunikationsabteilung vereint wurde, kamen zusätzliche Mobiltelefone in das umfangreiche Sortiment.

Im Jahre 2005 übernahm BenQ den Mobilfunkanteil der Siemens AG. Die Zusammenlegung mit der Telekommunikationssparte des eigenen Unternehmens bewirkte in der Kategorie Mobiltelefone den Aufstieg unter die ersten Sechs der größten Markenhersteller weltweit mit Unternehmenssitz in München. Leider war die Übernahme der Siemenssparte nicht von Erfolg gekrönt. Der erwartete Absatz blieb aus, sodass im September 2006 beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt wurde. Hiervon waren mehr als 3300 Mitarbeiter betroffen. Für Umschulungen oder Wiedereingliederungen der entlassenen Mitarbeiter wurden öffentliche Gelder aus dem Europäischen Globalisierungsfonds beantragt sowie ein Hilfsfond eingerichtet. Zum Jahresende 2006 wurde die Produktion eingestellt. Im Februar 2007 sprang der letzte Interessent ab, was zur Zerschlagung der in Deutschland als Tochtergesellschaft gegründeten OHG führte. Seither werden die nötigen Forschungen, Entwicklungen und Fertigungen in Bezug auf Mobiltelefone wieder im asiatischen Raum fortgesetzt.

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